Der Prozess der Gerbung

Der Prozess der Gerbung


Die von uns verwendeten Leder und Felle werden in einem arbeits- und zeitintensiven Prozess aufbereitet. Von der "Wasserwerkstatt" bis zur "Zurichtung" durchlaufen alle Häute einen zertifizierten Prozess, die Gerbung erfolgt umweltschonend auf pflanzlicher (vegetativer) Basis.

 

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Das Gerben zählt zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit, bereits in der Urzeit wurde die Haltbarkeit von Häuten mit Hilfe ausgesuchter Stoffe optimiert. Lesen Sie im folgenden Wissenswertes über die Tierhaut als eines der ersten Recyclingprodukte, bei Fragen oder Anregungen freut sich unser Team auf Ihre Nachricht.

Schritt 1 "Die Wasserwerkstatt": Felle und Häute werden in der Wasserwerktstatt zuerst von Fett, löslichen Eiweißbestandteilen und dem Unterhautbindegewebe befreit. Zudem entfernt man hautfremde Bestandteile wie Schmutz und Konservierungsmittel. Im Anschluss werden Häute und Felle mit Hilfe des Gerberbaums und einem Schermesser entfleischt. Idealerweise verfügt der Gerberbaum über eine Wölbung, so dass jede Hautstelle individuell bearbeitet werden kann. Zum Abschluss wird die entfleischte Haut aufgequollen, um eine optimale Aufnahme von Gerbstoffen zu gewährleisten.

 

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Schritt 2 "Das Gerben": Die verderblichen Eiweißfasern der in der Wasserwerkstatt vorbereiteten Häute werden nun durch Anlagerung von Gerbstoffen in Lederfasern transformiert und gegen eine Zersetzung durch Mikroorganismen geschützt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden verschiedene Formen der Gerbung entwickelt - von umweltschonenden Formen unter Verzicht auf chemische Zusatzstoffe bis zur industriellen Aufarbeitung. Aufbauend auf lang erprobten Rezepturen zeichnen sich Felle und Leder von WEINBAUM durch ihre Alterungsbeständigkeit und eine hohe Resistenz gegenüber Luftfeuchtigkeit aus. Unsere Partnerbetriebe gerben zudem in permanent rotierenden Fässern und erreichen so eine vollständige und gleichmäßige Durchgerbung. Das Ergebnis: Häute von hoher Elastizität und Geschmeidigkeit.

Schritt 3 "Die Zurichtung": Im Anschluss an das Gerben werden die Felle und Häute gewaschen, geschleudert und gefettet. Der Fettungsprozess hat die Aufgabe, die Lederfasern weich, geschmeidig und wasserabstoßend zu machen. Hierbei wird Fett nur in den Zwischenräumen des dreidimensionalen Fasergeflechts eingelagert. Die Faser selbst nimmt kein Fett auf, bleibt dadurch beweglich und verklebt nicht.

 

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Die gefetteten Häute werden danach nochmals geschleudert und auf einem Holzrahmen aufgenagelt, glatt gespannt und getrocknet. Im Anschluss hieran walkt man die Felle und Häute schonend von Hand (auch "aufstollen" genannt) und entfernt letzte Reste des Unterhautbindegewebes.

(C) Mit Textmaterial der Seiten www.gerben.de und www.wikipedia.de